Schlagwort: unterwegs (Seite 1 von 2)

Von offenen Türen und vergebener Liebesmüh

Irgendwie tendieren wir dazu, die Räume, in denen wir uns bewegen, beim Hinausgehen schon in Nostalgie zu wandeln, und in den Menschen, die wir in dieser Nostalgie fanden, nur noch das Gute zu sehen.
Das Leben ist schließlich schon schwer genug, wie erleichternd und wohltuend ist es da erst, wenn jemand dir noch im Auseinandergehen nachruft: “Meine Tür bleibt immer offen für dich.” Inmitten der Verletzung macht sich Erleichterung breit, dass nicht alles verloren sein muss. Und vielleicht, ja vielleicht auch ein wenig die Hoffnung, dass wieder da sein könnte eines Tages, was ohnehin nie war.

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Von Powerfrauen und Klopapier

An manchen Tagen würde es mir passend erscheinen, wenn mein ganzer Kleiderschrank voller Superheldinnencapes wäre. Da das aber an manchen Stellen doch irgendwie unvorteilhaft aussehen könnte, zwänge ich mich täglich – an manchen Tagen leichter, an manchen Tagen schwerer, an manchen Tagen im Stehen, an manchen im Liegen mit angehaltenem Atem – eben doch ganz gewöhnlich in meine Jeans. Wenn’s gut läuft finde ich dazu noch ein passendes Oberteil. Dann nochmal eben schnell die Haare machen und das Make-up checken und fertig ist der Superheldinnen under cover-Look mit dem ich dann – eine Faust nach vorne – in die Welt da draußen fliege, und alles um mich herum checke…

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10.000 Schritte – Der Ausgangspunkt

Im Nachhinein betrachtet ist es nicht einfach, alles auf den einen Punkt zusammenzuführen, den einen bedeutenden Vorfall oder die eine schwere Krise. Hinter mir lagen ein paar Jahre, in denen das eine auf das andere gefolgt war – vieles ist zerbrochen. Mit Leibeskräften habe ich versucht, loszulassen, was nicht zu retten war, und zusammenzuhalten, was ich (noch) nicht loslassen konnte.

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30 ist das neue 15

Es ist Mittagszeit, ich sitze im Bus. Außer mir sind da nur ein paar ältere Menschen – ja, sogar noch älter als ich. Es ist ruhig irgendwie. Die Ruhe nimmt jedoch ein abruptes Ende, als der Bus an einer Schule hält, wo bereits Dutzende Halbwüchsige warten.

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Das Märchen vom Ankommen

Es war einmal eine wunderschöne, berufstätige und vielbeschäftigte Prinzessin. Eines Abends nach einem langen, anstrengenden Tag, kam die Prinzessin zum Tor ihres Schlosses und dachte:

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Schnecken auf der Überholspur

Wahrhaft, es ist nicht leicht in dieser unserer Zeit zu leben. Eine Zeit, in der man dauernd in Bewegung bleiben muss, damit man überhaupt noch mithalten kann, wo doch alles so wahnsinnig schnelllebig ist. Und eine Zeit, in der es dann aber wieder heißt, man solle „entschleunigen“ und achtsamer werden, die Langsamkeit in sein Leben lassen. Ja was denn nun?

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Aus der Zauber

Der Zauber ist vorüber. Das Glitzern und Funkeln der Weihnachtszeit ist verflogen und auch der Schwefelgeruch nach dem Feuerwerk in der Silvesternacht berührt dich irgendwie nicht mehr. Sehnsüchtig denkst du daran zurück, wie aufregend das alles früher war.

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Über mir ist nur der Himmel

Hier liege ich nun also auf dem Gehsteig, über mir ist nur der Himmel. Ich war noch nie so frei. Und ich weiß, ich muss das jetzt durchziehen.

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Wenn das Schicksal vor deiner Haustür rumhängt…

Du willst eigentlich nur nach einem langen Tag in Ruhe nach Hause kommen und es dir gemütlich machen. Du bist schon fast am Ziel, kannst die Haustür schon von Weitem sehen. Plötzlich bleibst du stehen, denn da ist er. Da, vor deiner Tür hängt er rum und wartet auf dich. Du kannst ihn förmlich aus der Dunkelheit leuchten sehen. Noch bist du zu weit weg, um Genaueres zu erkennen. Das ist auch nicht nötig, denn du weißt jetzt schon, welche Konsequenzen das für dich haben wird.

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Hilflos in Florenz

“Komm, wir fragen da jetzt!”, sagt sie nachdem wir eine ganze Weile inmitten des Menschengewirrs an einer Straßenecke beim Bahnhof in Florenz versucht haben, die Karte zu studieren – erfolglos. Wir, das sind drei Reisegefährtinnen, die sich auf ein langes Wochenende in den Süden vertschüsst haben und aktuell damit beschäftigt sind, den Weg mit ihren drei Koffern nicht zu verstellen. Nachdem wir mitten in der Nacht aufgebrochen waren und eine fast achtstündige Reise mit wenig Schlaf hinter uns haben, sind wir hier nun gestrandet, kurz vor unserem Ziel. “Es muss doch irgendwo in der Nähe sein, oder?”, fragen wir die erste Passantin, die vorbeikommt. 

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