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Die andere Seite der Angst

Wenn das Leben ein Zirkus wäre, dann wäre jede/r Einzelne von uns ein Trapezkünstler, in  jedem Moment unseres Daseins vor die Wahl gestellt, auf dem sicheren Podest stehenzubleiben, oder das Trapez aus tausend kleinen Hinweisen und Gelegenheiten aufzufangen und damit rein in die große Ungewissheit zu schwingen.

Was uns jedoch von richtigen Trapezkünstlern unterscheidet, ist, dass wir nicht jahrelang nur für diesen Moment trainiert haben, sondern unser Leben zum ersten und einzigen Mal leben und deshalb oft mit weichen Knien vor dem Abgrund stehen und nicht genau wissen, wie es weitergeht.

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Falls die Timeline einmal endet

Es ist erst ein paar Tage her, dass mir Facebook wie so oft eine Erinnerung vor die Nase gehalten hat. Eine längst vergessene Erinnerung aus dem Jahr 2011. Sie zeigt mich mit einer mir vertrauten Seele, die längst von uns gegangen ist. Ich bin seltsam berührt von diesem Bild und meinen Worten, die sich vor mir ausbreiten, als wäre die Zeit stehengeblieben. Bei all den Möglichkeiten, die das Internet geschaffen hat, um Menschen zu durchleuchten, gibt es doch noch keinen Algorithmus der es vermag, Leben und Sterben zu berechnen.

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Sonntagsritual einer Singlefrau

Ich weiß, das ist jetzt schwer. Ich meine, versteh mich nicht falsch, du denkst, ich würde dich einfach so ablegen und weitermachen, aber das stimmt nicht. Glaube mir, für mich ist es mindestens genau so schwer wie für dich, wenn nicht sogar noch viel schwerer. Du bist es immerhin, der mir die Geborgenheit gibt, nach der ich so lange gesucht habe. Niemand außer dir konnte das.

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Mein ganz persönliches OOOOOOOHHHHHMMMM

„You’re my heart, you’re my soul – hit me baby one – HOW MUCH IS THE FISH“ – das ist also er also, der Soundtrack, den mein Kopf irgendwo im Hintergrund abspielt, während ich auf der Suche nach innerer Ruhe bin.

Normalerweise bin ich ja eher impulsiv. Das ist die charmante Umschreibung für dauernd genervt und ungeduldig. In Wahrheit halte ich andere Menschen die meiste Zeit über gar nicht aus und lasse sie das nicht selten durch Empörungsgeräusche und Vorwurfsblicke spüren. Auf dem Weg zur inneren Weisheit, zu einem höheren spirituellen Ich ist mir aber klar geworden, dass ich selbst darunter mehr leide als andere. Also habe ich beschlossen, dem Jähzorn ein jähes Ende zu setzen, und mich auf die Reise zu mehr Ausgeglichenheit, zu innerer Balance und spirituellem Reichtum begeben.

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Ich Verdammt Beleidigt

Ich kann es immer noch nicht fassen, dass du mich einfach so stehen hast lassen. Einfach so. Du bist an mir vorbeigezogen, als würde ich für dich nicht existieren. Als wäre ich nichts für dich. Da stand ich, völlig aus der Puste und konnte dir nur noch nachschauen – atemlos und fassungslos.

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Liebes Innsbruck, wir müssen reden!

Sicher hast du bemerkt, dass ich mich in letzter Zeit mehr und mehr zurückgezogen habe. Ich habe mich von dir entfernt und es ist dir auch nicht verborgen geblieben, dass ich offen mit anderen Städten zu liebäugeln angefangen habe.

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Ich hab‘ ja nichts gegen Radfahrer, aber….

Also ganz unter uns gesagt: Ich hab‘ ja nichts gegen Radfahrer. Viele von meinen besten Freunden sind Radfahrer. Aber es gibt nun mal Dinge, die dringend gesagt werden müssen. Reale Probleme, die in den Medien konsequent verschwiegen werden.

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Es ist verdammt hart normal zu sein

Dass man es als Frau oft schwer hat, das wissen wir bereits. Dauernd muss man  irgendeinem perfekt gephotoshopten Ideal nacheifern, das man – realistisch betrachtet – eh nie erreichen wird. So gesehen könnte man diese ganze Zeit und den Aufwand ja auch darauf verwenden, einfach mal mit sich zufrieden zu sein. Je älter ich werde, desto eher finde ich mich damit ab, einfach nur eine Durchschnittsfrau zu sein. Ist irgendwie entspannter. Dass es aber heutzutage verdammt hart ist, einfach nur als Otto-Normal-Vedrbraucherin (bitte wie gendert man das richtig? – Frieda-Normal-Verbraucherin?) durch die Welt zu rennen, merkt man spätestens beim Kosmetikeinkauf.

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„Du kommst hier nicht rein!“

Es ist schon mitten in der Nacht als der Anruf kommt. Lieber würde ich ihn ignorieren, aber etwas in mir sagt, dass es wohl von Bedeutung sein muss um diese Uhrzeit. „Hallo?“ – „Sie haben uns nicht reingelassen.“ – „Was meinst du?“ – „Sie haben uns in den Club nicht reingelassen.“ – „Scheiße.“ Es gibt Millionen Gründe dafür – normalerweise. Aber hier gibt es nur diesen einen, das wird sofort klar.

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Nie mehr zu scheitern ist auch keine Lösung

Das neue Schuljahr ist noch jung, ganz im Gegensatz zu mir, wie ich neulich feststellen musste. Beim Durchlesen eines neuen Dienstvertrages habe ich neulich ziemlich gestutzt. Fast 10 volle Jahre Vordienstzeiten wurden mir da angerechnet. Mein erster Gedanke: Das muss ein Fehler sein. Das wird ich denen wohl melden müssen. Aber als ich begonnen habe, nachzurechnen, wurde mir klar: Das ist kein Fehler. Damals, mit 23, habe ich angefangen.

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